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| Vorwärts oder Rückwärts? |
| Geschrieben von: jule |
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Die typischen Online-Auktionen kennt jeder: man bietet auf eine bestimmte Ware so viel Geld, wie man höchstens dafür ausgeben möchte. Den Zuschlag erhält, wer das höchste Gebot abgibt. Doch es gibt auch Auktionsformen, die anders funktionieren – nämlich rückwärts! Als Rückwärtsauktion oder auch als holländische Auktion bezeichnet man eine Auktion, bei der von einem hohen Gebot ausgegangen wird. Das Gebot wird so lange verringert, bis ein Kunde zuschlägt. Je länger die Auktion läuft, umso geringer wird also der Preis – doch gleichzeitig steigt die Wahrscheinlichkeit, dass jemand anderes das Angebot wahrnimmt und den aktuellen Preis zahlt! Das ist auch der Grund, warum eine Rückwärtsauktion meist schneller vonstatten geht als eine Vorwärtsauktion. Die konkurrierenden Mitbieter befinden sich in einem Zeitdruck, denn einerseits möchten sie einen guten Preis abwarten – aber andererseits müssen sie verhindern, das Angebot an einen anderen Bieter zu verlieren. Wegen der Schnelligkeit der Auktion eignet sie sich besonders für kurzlebige Güter oder solche Waren, die leicht verderblich sind. Das können zum Beispiel Flugtickets oder frische Blumen sein. Ein besonders prominentes Beispiel für eine Preisfestlegung per Holländischer Auktion ist übrigens der Google-Börsengang. Der Verkaufswert der Aktienpapiere wurde damals in einer rückwärts laufenden Auktion festgelegt. Seit einiger Zeit sind solche Rückwärts-Auktionen auch im Internet zu finden, meist in speziellen Online-Auktionshäusern. |
